Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    marie-adel-verpflichtet

   
    anderswo.ist.nirgendwo

   
    pascale1974

   
    mirco-reisen

    - mehr Freunde


Letztes Feedback
   17.03.17 03:34
    Ach und die Zahnpasta ge
   13.04.17 19:31
    Gemeinsame Tage mit Freu
   14.04.17 14:24
    Das hört sich echt total
   17.04.17 04:11
    War es auch! Würde ich w
   26.04.17 08:04
    Guten Morgen nach Austra
   27.04.17 03:09
    Hallo Marie! Ich bin da


http://myblog.de/pascalita

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Von seltsamen Menschen und was "seltsam" eigentlich bedeutet

1. Mein Ex-Freund war ein relativ seltsamer Mann – egal, was man unter „seltsam“ versteht: wir lernten uns 2010 kennen, als er gerade einundzwanzig Jahre alt war und ich achtzehn, als er angehender Medizinstudent war und ich mein erstes Jahr an der Uni begann. Die ersten sechs Monate verliefen sehr ähnlich: obwohl wir nur drei Straßen voneinander entfernt lebten, trafen wir uns nur einmal die Woche, normalerweise an einem Freitag gegen 17 Uhr (wir trafen uns wirklich immer um diese Zeit). Dann würden wir selbstgemachtes Curry essen und er würde entweder bei mir oder ich bei ihm übernachten. Wieauchimmer, ich himmelte ihn an. Konstant. Alles schien perfekt – auch, wenn wir uns öfters anschwiegen. Doch als wir drei Jahre später miteinander nach Australien gingen und zusammenzogen, lernte ich ihn so richtig kennen, auch die schlechten Seiten: er liebte es, seine Zähne in der Dusche zu putzen, was ich vollkommen unnötig fand – wieso denn nicht einfach beim Waschbecken, so wie normale Menschen? Was mich jedoch am meisten an dieser Eigenschaft störte war, dass er dann nicht nur seine Zahnbürste, sondern auch unsere gemeinsame Zahnpasta in der Dusche liegen lassen würde. Ich würde jeden Tag – morgens und abends – den Koller kriegen, weil ich die Zahnpasta wieder nicht finden konnte. So, das war Eigenschaft Nummer 1. Weil wir schon bei seltsamen Duschbenehmen sind: Tom würde auch sehr gerne Äpfel in der Dusche essen. Kein anderes Obst, kein anderes Essen, sondern einfach nur Äpfel. Grüne Äpfel, um genau zu sein. Er würde den Griebs dann jedoch nicht entsorgen, sondern ihn einfach in der Dusche neben meinem Shampoo liegen lassen, wo ich ihn dann später – entweder mit einer Ameisenfamilie oder ohne – finden würde. Eigenschaft Nummer 3 kam dann immer hervor, wenn ich ihn wegen solchen Dingen tadeln würde: es war nie seine Schuld. Die Ausreden, von wegen es sei ja nicht so schlimm, wenn es nur ein Apfel war, dass es schlimmer sein könnte, dass ich mich nicht aufregen solle, waren nur ein Teil seiner typischen Ausreden, die mit den Jahren immer schlimmer wurden. Generell war eh alles meine Schuld: dass meine Eltern mehr verdienten als seine, dass ich keine Schulden hatte, dass ich mir tägliches Essen leisten konnte und nicht von 2-Minuten-Nudeln leben musste, dass ich (angeblich) nie für irgendetwas kämpfen musste…die Liste könnte noch ewig lang so weitergehen. Wir trennen uns nicht ohne Gründe – manchmal ist man selber derjenige, der alles kaputtgemacht hat, manchmal lebt man sich auseinander und manchmal geht es einfach nicht mehr. Bei uns waren wir beide Schuld – auch wenn Tom das nie zugeben würde. Er nahm es als gegeben, dass ich immer meinen Geldbeutel zog, wenn er gerade kein Geld hatte, dass ich ihm seinen Flug nach Neuseeland zahlen würde, wenn seine Mutter wieder bankrott war, dass ich studierte, arbeitete und den Haushalt schmiss, weil der Medizinstudent ja ach so viel lernen musste. Und am Ende ging ich ihm fremd. Ich bin nicht stolz darauf, aber für mich war es der einzige Ausweg aus dieser Beziehung.
16.3.17 03:28
 
Letzte Einträge: Von der ewigen, niemals endenden Jobsuche, Von Köchen und Frustration in der Arbeit, Von Nervosität im Liebesleben, Von einem kurzem Urlaub und einer der schönsten Zeiten, die ich je hatte, Von unangenehmen Situationen, die man nicht ohne bissige Kommentare verlassen kann


Werbung


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (16.3.17 12:04)
Als ich das jetzt alles gelesen hatte, dachte ich so im ersten Moment, "ach so alleine leben, ist ja in gewisser Hinsicht schon etwas entspannter....", aber andererseits denke ich auch, so seine Ticks hat ja mal jeder. Das Zähne putzen würde mich jetzt nicht stören, hätte ich mir halt meine eigene Zahnpasta gekauft. Der Rest ist dann schon fragwürdig. Äpfel essen beim duschen, habe ich ehrlich gesagt auch noch nicht gehört und ich habe definitiv schon viel gehört. Man kann sicher vieles beim Duschen tun ;-)

Die gegenseitigen Vorwürfe sind sicher dann irgendwann das, was eine Beziehung früher oder später komplett zerstört.

Allerdings finde ich fremdgehen, um aus einer Beziehung rauszukommen der falsche Weg. Das macht für mich alles nur noch schlimmer, irgendwie sogar für beide Seiten. Wenn eine Beziehung zu Ende ist, aus welchen Gründen auch immer, dann sollte man einfach die Karten offen auf den Tisch legen. Ich glaube das gibt einem selbst das bessere Gefühl. Aber das ist meine Ansicht.


Pascale (17.3.17 03:33)
Hi Marie! Klar ist alleine leben entspannter - obwohl ich noch nie komplett alleine gelebt habe. Momentan lebe ich eben in einer WG, wo wir aber so unterschiedliche Zeitpläne haben, dass wir uns total selten sehen.

Die Vorwürfe waren, glaub ich, das "Schlimmste" an der Beziehung, vor allem wenn ich mich anfing zu schämen, dass ich von einem anderen Haushalt als seinem kam.

Und das Fremdgehen ist in keinerlei Hinsicht etwas, was ich anderen raten würde. Es ist einfach so passiert - und ich bin jetzt seit 7 Monaten mit dem Typen zusammen - aber dennoch fühlte ich mich Scheisse, dass es passiert war.Und bei meinem Ex und mir waren die Karten nie offen auf dem Tisch - weshalb die Beziehung ja auch letztendlich in die Brüche ging.


Pascale (17.3.17 03:34)
Ach und die Zahnpasta gehörte eh mir :D

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung