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Von Köchen und Frustration in der Arbeit

Wie ihr sicher schon gemerkt habt, schreibe ich unglaublich viel über die Gastro. Das liegt daran, dass ich meine Teenager- und Erwachsenenjahre immer in der Gastro gearbeitet habe und eigentlich nichts anderes kenne, außer hin und wieder Nachhilfe (in Deutsch, Französisch und Kriminologie) zu geben. Man lernt einfach so viele verschiedene Menschen in der Gastro kennen – das können unglaublich interessante und liebe Menschen sein, und dann auch wieder andere, bei denen man sich fragt, wer die eigentlich aus dem Haus gelassen hat. In der Gastronomie gibt es viele Regeln – manche machen sogar dem dümmsten Hinterwäldlergast Sinn, andere machen nur dem, der sie aufstellt Sinn. Zum Beispiel sollte man nie die benutzten Teller auf dem Tisch stapeln sondern auf dem Arm. Man sollte auch so wenige Bestellungen auf einmal aufgeben – vor allem, wenn man nur einen Koch in der Küche hat. Und auf gar keinen Fall soll man mehrere Bestellungen auf einmal aufgeben – immer schön die paar Minuten warten. So kam es dann am Sonntag Mittag vor zwei Wochen, dass der Koch die absolute Krise bekommen hat, als wir vier Gerichte von zwei verschiedenen Tischen, aufgaben. Er wäre ja alleine, und muss natürlich auch noch etwas anderes als kochen machen, und das wüssten wir ja. Dann kamen die Über Eats Bestellungen. Über kennt ihr ja alle, oder? Bei Über Eats bestellt man Essen online, dass dann geliefert wird. Und diese kommen alle paar Minuten im Restaurant an. Der Koch hat dann 20 Minuten Zeit, die Bestellungen fertig zu machen. Wenn er jedoch alleine ist (und das auch noch Sonntag Mittag – wer sich das ausgedacht hat, sollte selber mal alleine die Küche schmeißen), wird das schwierig, alles zeitgerecht hinzukriegen. Und wenn der Koch stolz darauf ist, Pizzen, Pastas und Salate in unter fünfzehn Minuten rauszuschmeißen, dann wird es noch schlimmer, wenn die Wartezeit gerade 25 Minuten beträgt.Letzten Sonntag hatte ich übrigens meinen letzten Tag in diesem Restaurant und der Koch war von Anfang an schlecht gelaunt, hasste alles und jeden und machte mir meinen letzten Tag richtig schwer. Er beschimpfte mich konstant, beschwerte sich von 10 Uhr morgens bis 22 Uhr über seinen Job, obwohl er gerade von $42,000/Jahr auf $50,000 gegangen ist, weil seine Freundin ihn verlassen hatte, weil die anderen Köche Nichtsnutze seien, weil der Laden Scheisse sei und weil ich angeblich meinen Job nicht richtig mache. Am liebsten wäre ich einfach gegangen – was hätten sie denn dann getan? Mich gefeuert? – aber dafür war ich zu stolz. Dass die Spülmaschine schon wieder nicht funktionierte und dass ich mal wieder Teller mit Hand waschen musste, kümmerte keine Sau. Ich hoffe, dass dieses Restaurant bald untergeht. Der Koch hat sich übrigens nie bei mir entschuldigt, geschweige denn, mich kontaktiert. Er hat immer noch meine IKEA-Brotbox, von vor vier Wochen, als ich ihm einen deutschen Käsekuchen gebacken hatte.
23.2.17 04:10


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Von der ewigen, niemals endenden Jobsuche

Ich habe im Februar 2016 meinen Master in Kriminologie fertig gemacht. Jetzt ist es Januar 2017 und ich habe immer noch keinen Job, der auch nur im Geringsten etwas mit meinem Studium zu tun hat. Was läuft da falsch? Ok, ich muss zugeben, dass ich im Februar 2016 meine These abgegeben hatte und die Note erst drei Monate später bekam (dauert es wirklich so lange, eine These von 20,000 Wörtern zwischen zwei Prüfern zu lesen? Meine Betreuerin meinte eigentlich, es würde nur vier Wochen dauern). Und in diesen drei Monaten habe ich auch nicht wirklich nach Jobs gesucht, vor allem, weil ich ja nicht wusste, was für eine Note ich bekommen würde. Doch dann im Mai fing ich an: mittlerweile bin ich auf drei Jobportalen sowie LinkedIn; ich versuche immer wieder meine Mitstudenten zu kontaktieren, um zu sehen, was die denn gerade so machen und mir ist aufgefallen: von den zwölf Leuten (im Masterstudium sind es natürlich immer weniger Studenten als im Bachelor) arbeiten zwei in unserem Feld. Einer ist Bewährungshelfer, der andere arbeitet als Sozialarbeiter. Und der Rest? Schuldeneintreiber, Lehrhilfe, irgendwas in der Gastronomie. Das ist doch irgendwie deprimierend, oder?Meine Eltern (und deren Freunde) fragen mich täglich, ob ich denn nicht „einmal in meinem Feld etwas finden will“. Natürlich will ich das – nichts lieber als das! Und ich suche ja fast täglich nach Jobs. Doch ich bekomme entweder gar keine Antworten, oder nur Absagen wegen Mangel an Erfahrung, und das macht das alles schon schwierig. Natürlich habe ich keine Erfahrung – wie soll man denn Erfahrung sammeln, wenn keiner einem Erfahrung geben will? So geht der Satz, den ich nun schon so oft gehört habe – ja, auch von „älteren“ Leuten. Erstaunlicherweise scheinen immer mehr ältere Leute (50er – 70er Jahre) sich Sorgen um meine Generation zu machen. Sie meinen, früher war alles besser, früher war alles einfacher, man konnte sich mit Mitte Zwanzig ein Haus kaufen und das innerhalb weniger Jahren abbezahlen. Jetzt kann man sich kein Haus mehr kaufen, geschweige denn eine schöne Wohnung besitzen, ohne zig Tausend Mitbewohner. Man bekam einen Job ohne studiert zu haben – natürlich nicht in Jura oder Medizin, aber man bekam einen Job. Und jetzt? Ich kenne einige Leute, die einen Job haben, die meisten meiner Freunde haben „einen Job“. Und die meisten davon hassen ihn. Weil er nichts mit deren Studium/Leidenschaft zu tun hat. Weil man nur noch arbeitet um zu überleben (so wie ich gerade in der Gastro). Was kann man denn da tun? Bei so einer Situation, wie wir (in der westlichen Welt) sie gerade erleben? Mehr Qualifikationen? Mehr Masterstudenten raushauen? Mehr Praktikanten unbezahlt arbeiten lassen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich seit neun Monaten einen Job als Sozialarbeiterin/Bewährungshelferin/Zollbeamtin/Polizistin suche und einfach keine Antworten oder nur Absagen bekomme.
16.2.17 04:40


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