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Von seltsamen Menschen und was "seltsam" eigentlich bedeutet

1. Mein Ex-Freund war ein relativ seltsamer Mann – egal, was man unter „seltsam“ versteht: wir lernten uns 2010 kennen, als er gerade einundzwanzig Jahre alt war und ich achtzehn, als er angehender Medizinstudent war und ich mein erstes Jahr an der Uni begann. Die ersten sechs Monate verliefen sehr ähnlich: obwohl wir nur drei Straßen voneinander entfernt lebten, trafen wir uns nur einmal die Woche, normalerweise an einem Freitag gegen 17 Uhr (wir trafen uns wirklich immer um diese Zeit). Dann würden wir selbstgemachtes Curry essen und er würde entweder bei mir oder ich bei ihm übernachten. Wieauchimmer, ich himmelte ihn an. Konstant. Alles schien perfekt – auch, wenn wir uns öfters anschwiegen. Doch als wir drei Jahre später miteinander nach Australien gingen und zusammenzogen, lernte ich ihn so richtig kennen, auch die schlechten Seiten: er liebte es, seine Zähne in der Dusche zu putzen, was ich vollkommen unnötig fand – wieso denn nicht einfach beim Waschbecken, so wie normale Menschen? Was mich jedoch am meisten an dieser Eigenschaft störte war, dass er dann nicht nur seine Zahnbürste, sondern auch unsere gemeinsame Zahnpasta in der Dusche liegen lassen würde. Ich würde jeden Tag – morgens und abends – den Koller kriegen, weil ich die Zahnpasta wieder nicht finden konnte. So, das war Eigenschaft Nummer 1. Weil wir schon bei seltsamen Duschbenehmen sind: Tom würde auch sehr gerne Äpfel in der Dusche essen. Kein anderes Obst, kein anderes Essen, sondern einfach nur Äpfel. Grüne Äpfel, um genau zu sein. Er würde den Griebs dann jedoch nicht entsorgen, sondern ihn einfach in der Dusche neben meinem Shampoo liegen lassen, wo ich ihn dann später – entweder mit einer Ameisenfamilie oder ohne – finden würde. Eigenschaft Nummer 3 kam dann immer hervor, wenn ich ihn wegen solchen Dingen tadeln würde: es war nie seine Schuld. Die Ausreden, von wegen es sei ja nicht so schlimm, wenn es nur ein Apfel war, dass es schlimmer sein könnte, dass ich mich nicht aufregen solle, waren nur ein Teil seiner typischen Ausreden, die mit den Jahren immer schlimmer wurden. Generell war eh alles meine Schuld: dass meine Eltern mehr verdienten als seine, dass ich keine Schulden hatte, dass ich mir tägliches Essen leisten konnte und nicht von 2-Minuten-Nudeln leben musste, dass ich (angeblich) nie für irgendetwas kämpfen musste…die Liste könnte noch ewig lang so weitergehen. Wir trennen uns nicht ohne Gründe – manchmal ist man selber derjenige, der alles kaputtgemacht hat, manchmal lebt man sich auseinander und manchmal geht es einfach nicht mehr. Bei uns waren wir beide Schuld – auch wenn Tom das nie zugeben würde. Er nahm es als gegeben, dass ich immer meinen Geldbeutel zog, wenn er gerade kein Geld hatte, dass ich ihm seinen Flug nach Neuseeland zahlen würde, wenn seine Mutter wieder bankrott war, dass ich studierte, arbeitete und den Haushalt schmiss, weil der Medizinstudent ja ach so viel lernen musste. Und am Ende ging ich ihm fremd. Ich bin nicht stolz darauf, aber für mich war es der einzige Ausweg aus dieser Beziehung.
16.3.17 03:28


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Von Nervosität im Liebesleben

Wer kennt das nicht? Man dated jemand Neuen, man schreibt sich, man schläft miteinander, und irgendwann spürt man, dass man eigentlich mehr will, dass man mit diesem wundervollen Menschen in eine Beziehung eingeht. Und dann kommt die Frage: „willst du mit mir gehen?“, obwohl man diese Frage ab 18 eigentlich anders formuliert und zwar eher im Bett liegend, Kippe in der einen Hand, Handy in der anderen und die Frage: „was sind wir eigentlich?“ so nebenbei wie möglich stellend. Die Frage kann von ihm kommen, oder sie kann von ihr kommen, aber sie ist dennoch unangenehm, diese Frage. Ich wollte sie ihm wochenlang stellen, bis er mich endlich nach zwei Monaten fragte: „was sind wir eigentlich? Sind wir jetzt offiziell oder…?“ Und ich lachen musste. Ich meinte, ich wollte ihn eigentlich das Gleiche fragen, war mir jedoch nicht sicher, weil er ja immer meinte, dass er nicht so der Beziehungstyp ist (ehrlich: wer diesen Satz erfunden hat, sollte echt mal gescheit gewatscht werden – was heißt das überhaupt? Und kann man das nicht anders formulieren?). Und die Fragen hören ja auch nicht auf: willst du mit mir schlafen? (oder man macht es halt einfach). Wollen wir auf ein Date gehen? Kannst du mich hier mal küssen? Können wir das mal ausprobieren? Willst du meine Eltern kennenlernen? Es geht immer weiter, es gibt immer mehr Schritte, bei denen die meisten Frauen immer wieder grundlose Panikattacken erleben, so wie ich es in meinem Bekanntenkreis immer und immer wieder sehe.Eine Freundin von mir schläft seit ein paar Monaten mit einem Schweden, der es tatsächlich schafft, jede einzelne ihrer Nachrichten zu „sehen“ aber nie zu beantworten, weil er mal wieder campen ist. Sie ist eigentlich eine ganz Toughe, würde sich nie etwas sagen lassen und ist generell auch nicht hysterisch oder zickig. Doch mit diesem Typen habe ich bemerkt, dass sie immer wieder kleine Panikattacken bekommt, genervt ist, frustriert ist und vielleicht sogar traurig, weil er ihr nie zurückschreibt. Liebe Männer, wir wissen ja, dass ihr Besseres zu tun habt, dass es euch oft gar nicht auffällt, was euer Nicht-Antworten mit uns macht, doch bitte, bitte, bitte meldet euch einfach immer wieder mal. Oder sagt, dass ihr einige Zeit lang sehr, sehr beschäftigt seid und auf keinen Fall Zeit hat, mal auf´s Handy zu schauen. Wir entschieden uns übrigens für die Beziehung, die nun schon seit fast acht Monaten regelrecht einwandfrei läuft. Es gibt keine Verwirrung, weil wir uns ja schon seit drei Jahren kennen. Wir wissen schon so viel voneinander, dass man auch nicht „fake“ sein muss, dass man einfach nur fragen muss, wenn man etwas will und dass man auch nicht beleidigt reagieren soll, wenn er dich „du Scheißhaufen“ nennt. Du nennst ihn ja auch „Fetti“.
10.3.17 02:25


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