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Von unangenehmen Situationen, die man nicht ohne bissige Kommentare verlassen kann

Ich präsentiere euch mal wieder ein Kapitel über meine Arbeit: man lernt in der Gastro ja nicht nur interessante/seltsame/unverschämte Gäste oder Köche kennen, nein, man arbeitet auch mit ähnlichen Kellnern. Kellner, die denken sie seien etwas Besonderes, weil sie Wein trinken, weil sie sich mit Wein auskennen, weil sie in teuren, asiatischen Läden arbeiten, wo sogar der Reis hochwertiger als sonstwo ist; Kellner, die denken, dass nur weil du einmal in einer Bar (und nein, nicht in einer Cocktailbar, sondern eher einer schmuddeligen Bar) gearbeitet hast, du nicht weißt, wie man bedient, egal, in welchen Restaurants du davor/danach gearbeitet hast. Du hast ja nicht gleich oben angefangen, sondern musstest dich hocharbeiten. Am Dienstag vor ein paar Wochen hatten wir eine neue Kellnerin, die, wie jeder Neue, mir zugeschoben wurde. Ich habe damit gar kein Problem – jahrelang habe ich neue Kellner trainiert, zuerst als Kellnerin selber, dann als ich Supervisor war und schließlich als ich Manager war. Doch dieses Mädchen war anders: klar, wenn man selber jahrelang in der Gastro (oder sonstwo) arbeitet und dann in jedem neuen Job bei Null anfängt, ist das nervig. Kenn ich ja. Ich habe ja schon in sieben verschiedenen Restaurants gearbeitet und in vielen weiteren probegearbeitet und der Anfang war immer nervig: es werden einem immer die gleichen Fragen gestellt: „Kannst du meinen Tisch mal abräumen? Kannst du überhaupt drei Teller tragen? Kennst du überhaupt den Unterschied zwischen rotem, weißen und Roséwein?“ etc. Diese Fragen sind immer unheimlich herablassend und kränkend. Vor allem, wenn man jede einzelne Frage mit „ja“ beantworten kann. So, dieses neue Mädchen fing also am Dienstag vor einiger Zeit an. Sie war meine „Läuferin“, das heißt, ich stand an der Küche, wo die ganzen Bestellungen herauskamen und sie würde das Essen zum richtigen Tisch tragen. Ihren Job machte sie gut – keine Frage – doch als ihre ersten Fragen an mich „Hast du überhaupt einmal gekellnert?“ und „Kennst du dich überhaupt mit Wein aus?“ waren, ging meine Sympathie an sie flöten. Dieses Wort „überhaupt“ war der Trigger – was glaubte sie denn, dass ich in einem Lokal wie diesem machte? Wenn ich keinerlei Erfahrung hätte, dann hätten sie mir noch nicht einmal ein Interview gegeben. Also antwortete ich Folgendes: „Ja, in den letzten sieben Jahren, in denen ich immer in der Gastro gearbeitet habe, war ich in der Bar, habe gekellnert, habe in der Küche gearbeitet und war Manager. Gut, momentan steh ich vielleicht hier an der Essensausgabe, aber sonntags bediene ich immer hier und auch momentan rede ich mit Tischen und nehme deren Bestellungen auf.“ Und nein, sie verstummte nicht, so wie sie es vermutlich in einem Film getan hätte. Sie laberte weiter, meinte, das Essen in ihrem letzten Restaurant sah doch so viel besser aus, die Kellner seien professioneller und das Trinkgeld sei fantastisch gewesen bla bla bla. Dies ging den ganzen Abend lang, bis ich irgendwann anfing, ihr irgendwelche Aufgaben zu geben, um sie von mir wegzubekommen und um ihrem Gelaber nicht mehr zuhören zu müssen. Am Ende ihrer Schicht, fragte mich der Besitzer, was ich von ihr hielt. Ich versuchte so diplomatisch wie möglich zu bleiben und meinte einfach nur: „Sie redet sehr viel.“ Er lachte und meinte, er wisse genau, was ich meinte und ging dann weg. Ich habe sie seitdem nicht mehr gesehen, also nehme ich an, dass sie den Job nicht bekommen hat. Die Sache ist ja diese: man fängt immer irgendwo neu an, man wird immer irgendwo die oder der Neue sein. Aber sich dann so zu verhalten, als wisse man alles besser und andere herunterzumachen ist einfach nicht der beste Schritt, um einen Job zu bekommen.
26.4.17 03:43


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Von einem kurzem Urlaub und einer der schönsten Zeiten, die ich je hatte

Mein Freund und ich hatten Montag bis Donnerstag frei, da das Restaurant, in dem wir arbeiten, wegen Renovierung geschlossen hatte. Also entschlossen wir uns kurzerhand runter nach Byron Bay zu fahren, einem Strandort im nächsten Staat, New South Wales. Die Autofahrt von Brisbane dauert nur eineinhalb bis zwei Stunden und leider muss man an der hässlichen Gold Coast vorbeifahren, doch sobald man die Grenze erreicht hat, ändert sich die hässliche Industriegegend der Gold Coast in schöne Felder und irgendwann auch Strände. Wir hatten uns ein Air BNB gebucht, wo uns ein Tipi mit Toilette im Garten/auf der Farm der Besitzerin angeboten wurde. Das Tipi war komplett solargepowered, die Toilette eine Komposttoilette und die Gegend unheimlich ruhig. Es war so schön, endlich aus der lauten Stadt herauszukommen, vor allem, da Nick direkt an einer starkbefahrenen Straße lebt und ich in seinem Haus einfach nicht schlafen kann. Auf dem Weg zu Byron Bay fuhren wir nach Nimbin, ein bekanntes Dörfchen, in welchem Drogen keine kleine Rolle spielen. Als meine Eltern dort letztes Jahr waren, wurde meiner Mutter Heroin angeboten, also war ich etwas skeptisch, als Nick vorschlug, wir sollten hier mal vorbeischauen. Doch das Dörfchen war wirklich nur voller Kiffer, auf der Straße wurde öffentlich gedealt – jedoch auch nur mit Gras, Keksen und Mushrooms und generell war jeder sehr freundlich. Natürlich gab es hauptsächlich Läden, in denen man Shishas und Bongs kaufen konnte, Klamotten aus Hanffäden etc., etc., etc. Es war definitiv eine Erfahrung wert, vor allem als wir zwei Backpacker beobachteten, die Kekse kaufen wollten und der Dealer ihnen ganz genau erklärte, wieviel, oder eher wie wenig sie nehmen sollten.Nick und ich verbrachten natürlich sehr viel Zeit am Strand. Es war erstaunlich warm und doch war das Gras überall noch sehr nass von den Überflutungen. Als wir an unserem Tipi ankamen, versuchten wir mit dem Auto hochzufahren, und blieben natürlich im Schlamm stecken. Nicks weißer Audi, den wir vor einer Woche in die Waschanlage gebracht hatten, war danach natürlich nicht mehr so weiß. Wir hatten übrigens kein Internet im Tipi und mussten uns das Zelt mit vielen Moskitos teilen. Doch die Besitzerin hatte wirklich gut vorgesorgt, mit speziellen Kerzen und einem Moskitonetz, welches über dem Bett hing. Es war wirklich wunderschön! Wir haben wahnsinnig gut gegessen – zum Teil in Cafés/Restaurants, zum Teil zuhause – und genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang.Am letzten Tag versuchten wir einen Sonnenaufgang zu sehen, der leider wegen den vielen Wolken etwas mickrig ausfiel. Was wir jedoch sahen, waren Delfine! Mitten am Byron Bay Strand, ganz nah bei uns. Ich glaubte sogar einen Wal gesehen zu haben. Und diese Erfahrung machte das alles aus. Was noch dazu kam, war dass wir ein paar Anhalter nach dem Sonnenaufgang mitnahmen, die zwar nach Alkohol stanken, und doch sehr, sehr nett waren. Ich würde jedem, der nach Australien kommt, vorschlagen, nach Byron Bay und Brunswick Heads (dort haben wir übernachtet) zu kommen.
13.4.17 02:50


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